Ich melde mich auchmal.
Kriege werden von einer Herrschenden Klasse ausgelöst, Problem Nummer eins. Wenn man mal auf Syrien guckt: es gibt vier mächtige Seiten. Alle mit dem Ziel: Mehr!
So fing das ganze an: Assad als Diktator war nicht akzeptabel, warum, wurde Klar, als er die Rebellen aggressiv bekämpfte. Die Rebellen wiederrum sind ihrer Revolution abgewichen und folgen demselben Prinzip, zudem gabs Konflikte. Also gibts zwei Rebellengruppen, beide mit dem ursprünglich gleichen Ziel, aber dennoch gegeneinander kämpfend. Dann kam als Seite 4 der IS, und es war - auch wegen des unsinnigen UN-Vetorechts - klar, dass Assad niemand zur Rechenschaft ziehen kann, dass die Rebellen zum Schuldigen zu machen die Medien zerrissen hätten und die Wiederwahl der vereinbarenden Politiker gefährdet wäre, und beim IS helfen konventionelle Methoden - wie bei Al Quaida undso - einfach nicht, auch wegen der Uneinigkeit der Staatengemeinschaft und der Angst vor einem kalten Krieg der einzelnen Staaten. Dann darf man sich nicht wundern, wenn den Zivilisten vierfrontengeballer rund um die Uhr mit Leichenbergen und den Machtwechseln, den Massakern undso zuviel wird. Und dass es eine Krise gibt, ist logisch: die Staaten in sich (vorallem Deutschland, aber auch Italien) sind viel zu konträr: die Asylsysteme versuchen eventuelle "Lasten" abzuwenden, die Politik sagt: "Kommt her!" und den Kommunen sagt: "ja, wie ihrs macht ist nicht unser problem, aber diese ganzen Bewerber müssen doch für 25% weniger zu machen sein". Die Bundeswehr, die seit jahrzehntelang leerstehende Kasernen nicht als Unterkünfte freigibt. Und dann diese verdammte Bürokratie, die gefühlt jedes aufs-Klo-gehen zum Papierkrieg über den Klopapierhersteller macht, jede Kopie achtfach genehmigen lassen muss: Logisch, dass das nicht gutgeht.
Und wenn dann in Dresden, einer Stadt mit einem im Bundesdurchschnitt sehr geringen "Ausländeranteil" von 0,1 Prozent eine Bewegung wie die Pegida entsteht, macht das das Chaos perfekt. Dazu hat mal Marc-Uwe Kling in dem Känguru-Manifest geschrieben: "Da gibt es mal wieder eine große internationale Systemkrise [...] und dann kommt einer an [...] und sagt: Schuld haben nicht etwa die Politiker, die Banker, die Lobbyisten oder der Kapitalismus... Nein, Schuld haben - Achtung! - Die Ausländer! Na klar, juchee, voll die neue Idee. Und der ganze Pöbel ruft: Ja, das habe ich mir schon immer gedacht. Die sehen ja schon so komisch aus, und die reden so seltsam, und die mögen keine Leberwurscht." Diese sarkastische Abhandlung der Problematik verdeutlicht die Unsinnigkeit des Fremdenhasses. Es wird gesagt: "wir wollen die nicht, die klauen ja nur." Diese Aussage ist gleich dreifach unreflektiert: erstens kann man bei einem so heikelem Thema bei dieser Seite nicht für die Alllgemeinheit sprechen, zweitens ist das Bewertungssystem nicht annähernd rational, sondern basiert auf Vorurteilen, und drittens macht man sich durch Brandanschläge zum besten Gegenargument: Man macht das, was man zu verhindern meint, nämlich was kriminelles.
Und das Endergebnis dann "Flüchtlingskrise" zu nennen, ist unverschämt. Schließlich liegt die Ursache ja nicht bei ihnen, es ist nur das Folgesymthom. Politikkrise oder Krieg - denn das ist ja der Grund - wäre treffender gewesen.
Und zuletzt ein Appel:
Sollte irgendwann malwieder etwas wie Pegida hochkommen, tut was dagegen. Geht auf Gegendemos, denn das ist eine der wenigen Möglichkeiten, den Nazis, den Rechten, den Unreflektierten hier zu begegnen. Mit der Meinung des Volkes, mit der Meinung der Masse.
Schließen möchte ich mit einem Zitat, erneut aus dem Känguru-Manifest: "Wenn das deutsche Volk nur aus den tumben Idioten bestünde, die Angst vor einer Überfremdung und dem Aussterben des deutschen Volkes haben, wäre es ein Segen für die Welt, wenn ihre Ängste berechtigt wären."