Moin liebe Forengemeinde!
Lange war es her dass ich hier angekündigt habe das der Buildlog kommt, und hier ist er
Sorry für die über 2-monatige Verspätung, ich hatte teilweise die Motivation dazu verloren das hier zu schreiben + wenig Zeit, Privatscheiß halt
1. Die Teile
Ich wollte mir ursprüglich eine Z97 Konfig samt i7 4790k zulegen, die sah wie folgt aus:
i7 4790k, auf einem Asus Maxmimus VII Ranger mit 16GB DDR3-2400 RAM und einer 290X als Pixelbeschleuniger.
Nunja, so war es ursprünglich angedacht. Dann kam aber ein Freund von mir damit um die Ecke, sich einen 5820k zu kaufen, es juckte mich danach auch in den fingern einen echten 6 Kerner mit DDR4-RAM zu besitzen. Und ich setze mit einem 5820k auf Sockel 2011-3 nicht auf die "alte" RAM-Generation, sondern bin direkt mit der neusten vorn mit dabei.
5820k auf einem Asus X99-A, mir 16GB DDR4-2400 RAM im Quad-Kit, und einer 290X.
Ich habe das 600 Watt Netzteil hier bewusst gewählt, da die AMD Grafikkarte gut und gerne mal den Strom verheizt als gäbe es keinen morgen, Unter 100% Last gut 300-350 Watt, allein, ohne Restsystem!
Die restlichen Komponenten habe ich auch so abgestimmt, das sie in mein Budget passen, aber dennoch gut aussehen. Das H440 war seit Anfang mein Traumgehäuse, jetzt hier in weiß.
Ich hätte ganz gerne das Asus X99 Deluxe / X99 S gehabt, da bei diesem der komplette I/O-Bereich bis zum Audiochip alles mit einer weißen Blende versehen ist. Aber da hat das Geld nicht mehr gereicht 
Der Dark Rock Pro 3, mit der Stärkste CPU Kühler auf dem Markt, soll den 5820k auch bei OC kühl halten.
Warum haben die Konfigs keine SSD oder HDD? Die besitze ich schon in Form einer Samsung 840 Evo und einer Samsung Spinpoint M8.
Genug gelabert, jetzt gehts ans angemachte, dem Zusammenbau!
2. Der Zusammenbau
2.1 Mainboardvorbereitung
Ich konnte leider meine Finger nicht vom ersten Paket lassen, wo alles außer das Gehäuse sich drin befand.
Anbei ein paar Bilder des fertig, zusammengebaut Mainboards, ohne eingesteckte Grafikkarte.
Dennoch habe ich hierfür Ersatz gefunden, damit ich euch zeigen kann wie es geht.
Als erstes, erdet euch an einer unlackierten Stelle an der Heizung oder an den Erden der Steckdose. Bitte NICHT in die Löcher fassen! 
Nun packt das Mainboard aus und nehmt alles aus dem Karton raus. Karton wieder verschließen und das Mainboard auf den Karton legen. Unter dem Mainboard bitte die Antistatische Folie legen, in welchem das Mainboard verpackt war.
2.1.1 Der RAM
Um den RAM einzubauen, schaut zunächst im Handbuch des Mainboards nach, in welche Slots ihr die RAM Riegel packen müsst, damit sie im Dual-Channel_mode und somit schneller laufen. Meist sind es der 1. und der 3. oder der 2. und der 4.
Öffnet nun die Kippschalter an den RAM Bänken auf beiden Seiten. Bei neuen Asus Boards sind diese nur noch auf einer Seite vorhanden.
Wichtig, achtet darauf, das der RAM Riegel richtig herum eingesetzt wird. Die Nase der RAM Bank sollte in die Einkerbung des RAM-Riegels passen.
Drückt die Riegel nun auf beiden Seiten so fest an, bis diese einrasten.
2.1.2 Die CPU
Kommen wir nun zum Herzstück eures Rechners, die CPU.
Als erstes öffnet ihr den Sockel. Bei der Intel-Plattform, die ich vorliegen habe, müsst ihr dazu die kleine Metallstange nach unten drücken, seitlich herausschieben und nach oben langsam der Druckrichtung folgen. Nicht die Stange sofort loslassen, sondern langsam hochführen.
Nun den Metallstab komplett nach hinten bewegen, sodass die Metallplatte rund um den Sockel mit nach hinten kommt.
Beim einsetzen der CPU müsst ihr auf die Richtung achten. Hierbei helfen euch unter anderem die goldene Nase links unten. Diese muss im Sockel ebenfalls nach links unten. Desweiteren habt ihr auch Einkerbungen, die nur in die Nasen links und rechts des Sockels passen.
Abschließend den Sockel wieder schließen, indem ihr die Sockelplatte auf die CPU herunternehmt und die Einkerbung unter die Schraube schiebt. Dann nur noch die Metallstange zurückführen wie ihr sie geöffnet habt. Wundert euch nicht über den Gegendruck und das knirschen, das ist normal.
Der Kühlereinbau variiert, je nachdem was für einen Kühler ihr euch gekauft habt.
Wärmeleitpaste auftragen ist aber immer gleich. ich mache es immer so, das ich einen Klecks in die mitte gebe und diesen anschließend verstreiche, bis von CPU-Headspreader nichts mehr zu sehen ist.
Anschließend verteilt sich die WLP durch den Anpressdruck von allein.
2.2 Gehäusevorbereitung
Bevor ihr mit dem einsetzen eures fertigen Mainboard samt CPU, Kühler und RAM in euer Gehäuse setzt, müsst ihr dieses vorbereiten.
Als aller erstes solltet ihr die Abstandshalter einbauen, wo ihr welche für welche Mainboardgröße (ATX/mATC etc...) montieren müsst, könnt ihr im Handbuch eures Gehäuses nachlesen. Bei meinem Gehäuse waren für ATX-Mainboards bereits alle montiert.
Wenn ihr dies erledigt habt, muss die I/O-Blende des Mainboards eingebaut werden. Wichtig dabei ist, das ihr diese richtig herum einbaut, orientieren könnt ihr euch dabei an den Soundanschlüssen (Die runden Teile, meistens 3-5). Diese müssen zu den PCIe Slots hingewand eingebaut werden. Wichtig ist auch, das sie richtig sitzt. Die kleinen auf dem bild markierten Punkte sollten alle außerhalb des Gehäuses sichtbar sein, wenn dies nicht der Fall ist, nachjustieren!
Nun kommen wir zum Netzteil. Wenn ihr ein modulares Netzteil habt, dann solltet ihr vorher die von euch benötigten Kabel einstecken.
Bei meinem Gehäuse ist der Einbau des Netzteiles ein wenig anders. Ich muss ein Bracket von der Rückseite des Gehäuses abschrauben, um es anschließend mit meinem Netzteil zu verschrauben, welches ich anschließend ins Gehäuse schiebe.
(hier markiert die Schrauben, womit ihr euer Netzteil an dem Gehäuse befestigt)
Wenn ihr das alles gemacht habt, sind die Vorbereitungen für das Gehäuse abgeschlossen. Nun kommt die "Hochzeit", wir packen das Mainboard in unser Gehäuse...
2.3 Die "Hochzeit"
Ihr nehmt euer Board, am besten am Kühler, und legt es in den Gehäuseinnenraum. Dabei solltet ihr aufpassen dass das Mainboard nirgends aneckt. Wenn es ohne Schaden in den Innenraum gelangt ist, einfach die Anschlüsse in die I/O Blende hinein manövrieren. Habt ihr das geschafft, könnt ihr anfangen euer Mainboard mit dem Gehäuse zu verschrauben. Dabei wichtig ist, das ihr die richtigen Schrauben auswählt, welche vom Gehäusehersteller mitgeliefert werden. Sie sollten exat ins Gewinde der Abstandshalter passen.
Tipp: Verschraubt euer Mainboard immer Kreuzweise, also erst links oben, dann rechts unten, dann in der Mitte, dann Rechts oben,.... und, nach fest kommt ab!
Habt ihr euer Mainboard fest verschraubt, solltet ihr als erstes die Gehäuselüfter, 8-Pin und 24-Pin Stromkabel, USB2.0 und USB3.0 Header vom Gehäuse und die Anschlüsse für das Frontpanel ans Mainboard anschließen. Wie das Frontpanel verkabelt werden muss, wird in der Mainboardanleitung erklärt.
Beim verkabeln habe ich den Fehler gemacht, dass ich als erstes die Grafikkarte eingesetzt habe, und erst danach alle anderen Kabel zog. Tut dies als erstes, und packt die Grafikkarte erst zum Schluss ins Mainboard/Gehäuse
Alle Kabel gezogen? Überprüft alles auf richtig Sitz und Halt. Bei den Stromkabeln muss der Clip richtig eingerastet sein, damit sie auch fest sitzen.
Passt alles, dann kommt die Grafikkarte hinzu. Dazu als erstes die 3 oberen Slotblenden eures Gehäuses entfernen. Bei einigen Gehäusen sind diese verschraubt, bei günstigen ist es aber meist so, dass diese herausgebrochen werden müssen.
Habt ihr das getan, öffnet am 1. PCIe x16 Slot den kleinen Kippschalter. Bevor ihr die Grafikkarte allerdings in den PCIe Slot packt, entfernt bitte den Schutz an der Grafikkarte

Die Karte fest andrücken, sodass der kleine Kippschalter am Mainboard wieder einrastet. auch hier gilt, nicht zu fest, wir wollen wir nichts kaputtbrechen.
Darauf die Slotblende wieder einbauen, wo die Grafikkarte Platz gelassen hat, von den anderen Slotblenden nehmt ihr die Schrauben und macht eure Grafikkarte damit an der Seite fest.
Zu guter letzt die PCI Stromkabel von eurem Netzteil an die Grafikkarte anschließen, auf Halt kontrollieren, fertig.
Abschließend montiert ihr die Festplatte

in eurem Gehäuse. Dazu den Festplattenschlitten eures Gehäuses entfernen und die HDD/SSD mit ihm verschrauben. Bei einigen Gehäusen, unter anderen dem Cooltek Antiphon, sind es nur Clips. Diese an das Lautwerk anclippen und es zurück ins Case schieben.
Daraufhin die Festplatten mit einem SATA-Stromanschluss des Netzteils sowie mit einem SATA-Kabel zum Mainboard verbinden.
(SATA-Stromkabel)
(SATA-Anschlüsse am Mainboard)
Alles erledigt? Sehr schön, ihr seit am Ende angekommen! fast...
Was ihr nun tun könnt, versteckt eure Kabel hinter dem Mainboardtray, sodass im Vorderraum nur das von ihnen zu sehen ist, was wirklich notwendig ist. Dies sieht nicht nur gut aus, sondern verbessert auch den Airflow im Gehäuse.
2-Stündige Wertarbeit!
Jetzt seit ihr aber wirklich fertig! Monitor an die Grafikkarte, Tastatur + Maus anschließend, Stromkabel rein + Kippschalter am Netzteil betätigen, USB Stick mit Windows ISO in die I/O Ports, los gehts!
gez. malte3001