Im Januar habe ich nach mehreren langen Pausen erneut angefangen, Minecraft und damit auch Gomme zu spielen. Zum ersten Mal auf Gomme aktiv war ich 2016, und ich war positiv überrascht, dass nach so vielen Jahren immer noch reger Betrieb auf dem Server herrschte und sich weiterhin Leute darum bemühten, dem Projekt Leben einzuhauchen. Vor allem die komplexe und mit Liebe zum Detail gestaltete Bedwars-Variante auf dem Server hat mir sehr gefallen; ganz besonders, dass der Spielmodus mit neuen Features laufend weiter ausbalanciert und das Spielerlebnis offenbar immer mal wieder mit neuen Maps verfeinert wurde. Generell hatte man das Gefühl, dass sich auf jeden Fall immer noch jemand um den Laden kümmert.
Umso verblüffender war es dann einige Zeit später (es dürfte so um den Mai herum gewesen sein), als mit einem Mal ohne ersichtlichen Grund eine ganze Welle von Bugs auftrat, die das Server- und Spielerlebnis teils entscheidend beeinträchtigten und trotzdem wochen-, monatelang und teils bis heute nicht gefixt wurden. Es ist doch recht schwer vorstellbar, dass ein grosser Server für das beliebteste Videospiel der Welt in sieben Monaten niemanden findet, der es schafft, eine Struktur aus ein paar Glasblöcken einen Block versetzt spawnen zu lassen.
Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser verschlechterten Lage habe ich mich dazu entschlossen, den Server, auf dem ich ja immerhin ein halbes Jahr regelmässig gespielt habe, zu unterstützen und mir im Juli Supremium gekauft. (Ob das ein Fehler war oder nicht, möge jeder selbst beurteilen.) Ein grosser Vorteil für Supreme-Spieler, mit dem Gomme auch wirbt, ist die Möglichkeit zum Spielen entfernter Spielmodi, worauf ich mich natürlich sehr gefreut habe. Die Definition von „Spielen“, die Gomme dem Ganzen zugrunde legt, ist dann allerdings eher eigentümlich. Denn in der grossen Mehrheit endeten sämtliche Spiele in diesen Modi nach wenigen Sekunden bis maximal ein paar Minuten, weil die Spieler plötzlich aus der Runde gekickt wurden. Sie waren de facto unspielbar. Man sollte meinen, dass es Gomme sehr dringlich wäre, dieses äusserst kritische Problem so schnell wie möglich zu beheben; schliesslich wurde den treuesten Unterstützern für ihr Geld etwas versprochen, was nun nicht eingelöst werden kann. Doch auf Bugreports bekommt man dann zu hören, der Fehler sei „nicht behebbar“, oder genauer gesagt, dass er „von eher geringer Bedeutung ist und sich somit der Aufwand, den eine zielführende Bearbeitung beanspruchen würde, nicht lohnen würde“. Andere Bugreports zu diesem Problem sind seit fünf Monaten „in Bearbeitung“.
Auch sonst hatte ich in der zweiten Jahreshälfte immer öfter den Verdacht, dass es dem Team eigentlich schnurz ist, ob etwas nun funktioniert oder kaputt ist, solange nur weiter irgendwelche Spieler irgendwo auf dem Server sind und für irgendetwas zahlen. Ein Beispiel: In der Bedwars-Lobby hängen Schilder, die die Spieler dazu einladen, in kleinen 1.8-Minigames ihre Skills zu trainieren. Bei einem dieser Minigames aber steckt immer mindestens ein Spieler erst einmal in einer Art Bluescreen fest und kann sich nicht bewegen, während der andere Spieler bereits ganz normal spielen kann. Bis der Bluescreen dann irgendwann von selbst wieder weggeht, hat der Gegner dann manchmal schon fast gewonnen. Es ist nicht so, dass Gomme diesen Fehler nicht beheben kann; sie WOLLEN es gar nicht erst! In der Antwort auf meinen Bugreport dazu heisst es nämlich, in diesem Modus würden „einzig kritische Fehler, die das Spielgeschehen maßgeblich beeinträchtigen […] noch behoben.“
Ich stelle mir vor, ich besuche die offizielle GommeHD-Tankstelle und bezahle den Tankwart dafür, dass er mein Auto volltankt und den Reifendruck prüft. Nach dem Prüfen des Reifendrucks habe ich zwar unerklärlicherweise einen Platten, aber ansonsten funktioniert der Wagen immerhin noch; einen neuen Reifen will man mir nicht besorgen, dafür ist die Fahrtauglichkeit nicht maßgeblich genug beeinträchtigt. Ich tucker also mit meinem platten Reifen los und nach sehr kurzer Strecke kackt dann auch mein Motor komplett ab – ich habe nämlich Benzin statt Diesel getankt. Ich latsche nun zurück zur offiziellen GommeHD-Tankstelle und finde niemanden mehr vor; erst nach intensiver Suche kriecht aus irgendeiner Abstellkammer ein Mitarbeiter hervor, der mich informiert, dass man mir bei meinem Anliegen nicht weiter helfen könne, denn mein Wagen wurde ja wie versprochen vollgetankt. Ausserdem sei ich als einzelner Kunde eher von geringer Bedeutung und der enorme Aufwand, den Wagen zu reparieren, würde sich eben einfach nicht lohnen.
Die Gomme-Krise wird begleitet von einem gesalzenen Mangel an Kommunikation. Ein am 20. September im Feedback-Forum erstelltes Thema heisst „Appell an das GommeHD.net-Team - Mehr Nähe zur Community“. Wir haben jetzt den 31. Dezember und noch kein einziges Gomme-Mitglied hat in diesem Thema geantwortet – das sagt alles. Ich hätte an sich überhaupt kein Problem damit, auch mal eine Weile warten zu müssen, bis ein Bug behoben wird. Ganz zu schweigen von Updates, neuen Maps und Spielmodi; die sind nur halb so wichtig, solange das, was schon da ist, nur sauber funktioniert. Allerdings müsste ich dann das Gefühl haben, dass ich als Spieler wenigstens ernst genommen werde und immerhin VERSUCHT wird, einen spielerfreundlichen Minecraft-Server zu pflegen. Kurz und knapp ausgedrückt: Ich habe ungern den Verdacht, nach Strich und Faden veräppelt zu werden.
Das alles ist nach dem unerwartet guten Eindruck, den ich Anfang des Jahres hatte, eine wahnsinnige Enttäuschung. Ich hoffe, dieser Beitrag bringt, wenn schon nicht das Gomme-Team, dann wenigstens ein paar Mitspieler, die mit dem Gedanken spielen, sich etwas im Gomme-Shop zu kaufen, zum Nachdenken.
Umso verblüffender war es dann einige Zeit später (es dürfte so um den Mai herum gewesen sein), als mit einem Mal ohne ersichtlichen Grund eine ganze Welle von Bugs auftrat, die das Server- und Spielerlebnis teils entscheidend beeinträchtigten und trotzdem wochen-, monatelang und teils bis heute nicht gefixt wurden. Es ist doch recht schwer vorstellbar, dass ein grosser Server für das beliebteste Videospiel der Welt in sieben Monaten niemanden findet, der es schafft, eine Struktur aus ein paar Glasblöcken einen Block versetzt spawnen zu lassen.
Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser verschlechterten Lage habe ich mich dazu entschlossen, den Server, auf dem ich ja immerhin ein halbes Jahr regelmässig gespielt habe, zu unterstützen und mir im Juli Supremium gekauft. (Ob das ein Fehler war oder nicht, möge jeder selbst beurteilen.) Ein grosser Vorteil für Supreme-Spieler, mit dem Gomme auch wirbt, ist die Möglichkeit zum Spielen entfernter Spielmodi, worauf ich mich natürlich sehr gefreut habe. Die Definition von „Spielen“, die Gomme dem Ganzen zugrunde legt, ist dann allerdings eher eigentümlich. Denn in der grossen Mehrheit endeten sämtliche Spiele in diesen Modi nach wenigen Sekunden bis maximal ein paar Minuten, weil die Spieler plötzlich aus der Runde gekickt wurden. Sie waren de facto unspielbar. Man sollte meinen, dass es Gomme sehr dringlich wäre, dieses äusserst kritische Problem so schnell wie möglich zu beheben; schliesslich wurde den treuesten Unterstützern für ihr Geld etwas versprochen, was nun nicht eingelöst werden kann. Doch auf Bugreports bekommt man dann zu hören, der Fehler sei „nicht behebbar“, oder genauer gesagt, dass er „von eher geringer Bedeutung ist und sich somit der Aufwand, den eine zielführende Bearbeitung beanspruchen würde, nicht lohnen würde“. Andere Bugreports zu diesem Problem sind seit fünf Monaten „in Bearbeitung“.
Auch sonst hatte ich in der zweiten Jahreshälfte immer öfter den Verdacht, dass es dem Team eigentlich schnurz ist, ob etwas nun funktioniert oder kaputt ist, solange nur weiter irgendwelche Spieler irgendwo auf dem Server sind und für irgendetwas zahlen. Ein Beispiel: In der Bedwars-Lobby hängen Schilder, die die Spieler dazu einladen, in kleinen 1.8-Minigames ihre Skills zu trainieren. Bei einem dieser Minigames aber steckt immer mindestens ein Spieler erst einmal in einer Art Bluescreen fest und kann sich nicht bewegen, während der andere Spieler bereits ganz normal spielen kann. Bis der Bluescreen dann irgendwann von selbst wieder weggeht, hat der Gegner dann manchmal schon fast gewonnen. Es ist nicht so, dass Gomme diesen Fehler nicht beheben kann; sie WOLLEN es gar nicht erst! In der Antwort auf meinen Bugreport dazu heisst es nämlich, in diesem Modus würden „einzig kritische Fehler, die das Spielgeschehen maßgeblich beeinträchtigen […] noch behoben.“
Ich stelle mir vor, ich besuche die offizielle GommeHD-Tankstelle und bezahle den Tankwart dafür, dass er mein Auto volltankt und den Reifendruck prüft. Nach dem Prüfen des Reifendrucks habe ich zwar unerklärlicherweise einen Platten, aber ansonsten funktioniert der Wagen immerhin noch; einen neuen Reifen will man mir nicht besorgen, dafür ist die Fahrtauglichkeit nicht maßgeblich genug beeinträchtigt. Ich tucker also mit meinem platten Reifen los und nach sehr kurzer Strecke kackt dann auch mein Motor komplett ab – ich habe nämlich Benzin statt Diesel getankt. Ich latsche nun zurück zur offiziellen GommeHD-Tankstelle und finde niemanden mehr vor; erst nach intensiver Suche kriecht aus irgendeiner Abstellkammer ein Mitarbeiter hervor, der mich informiert, dass man mir bei meinem Anliegen nicht weiter helfen könne, denn mein Wagen wurde ja wie versprochen vollgetankt. Ausserdem sei ich als einzelner Kunde eher von geringer Bedeutung und der enorme Aufwand, den Wagen zu reparieren, würde sich eben einfach nicht lohnen.
Die Gomme-Krise wird begleitet von einem gesalzenen Mangel an Kommunikation. Ein am 20. September im Feedback-Forum erstelltes Thema heisst „Appell an das GommeHD.net-Team - Mehr Nähe zur Community“. Wir haben jetzt den 31. Dezember und noch kein einziges Gomme-Mitglied hat in diesem Thema geantwortet – das sagt alles. Ich hätte an sich überhaupt kein Problem damit, auch mal eine Weile warten zu müssen, bis ein Bug behoben wird. Ganz zu schweigen von Updates, neuen Maps und Spielmodi; die sind nur halb so wichtig, solange das, was schon da ist, nur sauber funktioniert. Allerdings müsste ich dann das Gefühl haben, dass ich als Spieler wenigstens ernst genommen werde und immerhin VERSUCHT wird, einen spielerfreundlichen Minecraft-Server zu pflegen. Kurz und knapp ausgedrückt: Ich habe ungern den Verdacht, nach Strich und Faden veräppelt zu werden.
Das alles ist nach dem unerwartet guten Eindruck, den ich Anfang des Jahres hatte, eine wahnsinnige Enttäuschung. Ich hoffe, dieser Beitrag bringt, wenn schon nicht das Gomme-Team, dann wenigstens ein paar Mitspieler, die mit dem Gedanken spielen, sich etwas im Gomme-Shop zu kaufen, zum Nachdenken.