Was währenddessen geschah….
~PoV ZoGer~
,,Das ist die Gelegenheit! Wir können aus diesem ganzen Mist hier fliehen!", sagte Voymar
Er blickte entsetzt. ZoGer stammelte mit großen Augen: ,,W-W-Was? Wir können doch nicht einfach weglaufen! Wenn uns jemand erwischt sind wir Entenfutter!"
Verständnislos blickte Voymar ihn an, und fragte: ,,Willst du hier nicht weg? Wenn wir hier raus sind, könnten wir einen Weg finden, Moritz zu stoppen! Das können wir doch nicht verstreichen lassen!"
,,Ich habe zu viel Angst", gestand er, ,,geh du alleine. Ich kann das nicht."
,,Bist du sicher?"
Er nickte.
Nun sah ZoGer Voymar über die Wiese wegrennen… in die Freiheit… und somit vielleicht auch in ein besseres Leben. Er war wütend, dass er so große Angst hatte, und wünschte sich plötzlich, dass er die Zeit zurückspulen konnte, fest entschlossen, dieses Mal zu gehen. Aber es war zu spät. Er machte sich also seufzend zurück an die Arbeit, immer mit dem Gedanken, wie Voymar’s Leiche zu ihm geschleppt werden würde. „Das kann nicht passieren, ZoGer, Voymar ist schlau und stark…“, redete er sich ein. Doch insgeheim wusste er, dass man Moritz nicht entkommen konnte. Ihm schauderte und er vertrieb diese Gedanken. Er schreckte auf, als plötzlich Sarox wiederkam. Er sah wütend aus, dann drehte er seinen Kopf und schrie Befehle. Er rannte in Richtung Wald. „Oh Nein! Sie haben doch wohl nicht Voymar entdeckt?“ ZoGer wurde panisch. Er war ziemlich erleichtert, als Truppen und Sarox erfolglos zurückkehrten, ohne Voymar, und mit langen Gesichtern. „Voymar geht es gut“ seufzte er, und war zufrieden.
Die Tage verstrichen und die Arbeit wurde immer härter. Zum einen hatten sie einen Blümchenmod verloren, und zum anderen war Sarox nach seinem Misserfolg aufgebrochen und war mit einigen Wunden zurückgekehrt. „Moritz ist echt ein Tyrann“ schauderte es ihm, während Sarox einen weiteren Blümchenmod auspeitschte. „Schneller, Idiot!“ schrie Sarox, dem es anscheinend garnicht gefiel, dass Moritz wütend war. Die Sonne ging allmählich unter, und die Blümchenmods durften ihre Arbeit einstellen.
Die Wochen verstrichen, und in der Zeit kam es ZoGer so vor, als ob Moritz persönlich den Körper von Sarox steuerte. Sarox peitschte jeden aus, wenn er sich nur über die Stirn fuhr. Doch zu ZoGer’s Verwunderung blieb er verschont. Er zuckte zusammen, als sich plötzlich eine Hand auf seine Schulter legte. Sarox stand da, und er erwartete schon Peitschenhiebe, bis er Sarox‘ warmes Gesicht sah. „Hallo ZoGer“, sagte er mit sanfter Stimme. „H-hallo“ stieß ZoGer hervor. „Ich habe dich eine Zeit lang beobachtet, und es scheint, als ob du große Loyalität zeigst. Ich würde dich in die Kreise Moritz‘ aufnehmen.“ „W-w-w-was?! U-u-und wann muss ich dann anfangen?“ Fragte ZoGer. „Du kannst ruhig noch `ne Nacht drüber schlafen.“ Er zwinkerte. „Aber sei dir in einer Sache bewusst: Du musst nichtmehr hungern und nicht mehr schuften, dafür werde ich sorgen.“ „Ich schlafe drüber“ antwortete ZoGer mit gespielter Freude. „Okay“ murmelte Sarox und ging weg.
In jener Nacht packte ZoGer seine Sachen. Auf keinen Fall würde er sich Moritz anschließen. Als seine Sachen gepackt waren, rannte er los. Er rannte, bis ihm die Beine wehtaten und noch länger. Dann legte er sich zur Ruhe. Am nächsten Tag dasselbe.
~PoV Sarox~
„NEIN!“ schrie er „NICHT NOCHEINER!“ Er wurde zornig. „Bringt mir sofort mein Pferd!“ schrie er. „Ich war mir in ihm so sicher“ dachte er enttäuscht. „Das wird Moritz gar nicht gefallen“ Er stieg auf und ritt los. „Niemand entkommt Sarox noch einmal“ knurrte er
~PoV ZoGer~
Er wachte auf. Sonnenstrahlen blendeten ihn, und er fuhr hoch, als er merkte, wie spät es war. Es musste weiter. Im Rennen aß er einen Apfel, denn er hatte großen Hunger. Nach einer Zeit erschrak er. Er hörte ein „Heey“ und Pferdehufen. Schnell duckte er sich hinter einem Baumstamm. Sarox fegte an ihm vorbei. Vor Angst atemlos schlich sich ZoGer weg, doch dann… Knacks. (Höhö kenn ich doch höhö) Er war auf einen Ast getreten. Panisch sah er sich um. Sarox stand plötzlich vor ihm, seine Augen blickten traurig. „Ich habe dich gemocht“ flüsterte er. „Jetzt muss ich dich töten“ Er sah, wie Tränen in seine Augen stiegen, dann spürte er die Peitsche auf seinem Rücken. Er wurde so lange ausgepeitscht, bis er merkte, dass er schwächer wurde. Mit letzter Kraft rammte er ihm sein Messer in den Arm. Dieser schrie auf. ZoGer rannte um sein Leben. Er rannte wie er noch nie gerannt war. In einer Höhle, die anscheinend ein Fuchs gegraben hatte, schmiss er sich rein. Nach einiger Zeit hörte er ein verzweifeltes „Neeein“, und ZoGer wusste sich in Sicherheit. Als der Abend einbrach, machte er sich auf den Weg. Seine Verletzungen schmerzten, er konnte nur noch humpeln. Dann, an einem Weg brach er schließlich zusammen. Er war ohnmächtig.
ZoGer schlug seine Augen auf und starrte in das freundliche Gesicht von Voymar.