Hallo zusammen,
mir ist letztens die schlechte Videoqualität bei schnellen Bewegungen bei einem kleineren YouTuber aufgefallen.
Dieses, meineswissens als "Ghosting" bekanntes Problem interessiert mich jetzt doch.
Wie tritt es auf und wichtiger, wie kann man es verhindern?
Im Netz konnte ich nicht wirklich hilfreiche Informationen finden, deshalb hoffe ich nun hier auf Tipps
Ich kann mir das so erklären:
Das passiert, wenn bspw. Ein Video mit 60hz aufgenommen wurde, aber im Programm intern mit einer niedrigeren Framerate gearbeitet wurde. Die einzelnen Bilder (hier bspw. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8) werden irgendwie überberechnet.
Da haben Programme zwei verschiedene herangehensweisen:
1. Weglassen. Wenn bspw. von 60hz auf 30hz berechnet würde, geht das astrein: 1, 3, 5, 7 werden gezeigt, 2, 4, 6, 8 fallen weg. Sauberes Bild, gleichmäßige Verteilung.
Problematisch wird es, wenn jetzt nicht auf 30fps, sondern auf 45fps (unwahrscheinlich, aber nur zur Veranschaulichung gewählt) berechnet wird: 1, 2, 3, 5, 6, 7 werden gezeigt. Dadurch läuft das erst (1, 2, 3) verlangsamt ab, danach gibt es aber einen sprung (höhere Geschwindigkeit durch weglassen von 4). Den meisen fällt sowas nicht auf, aber einige spüren, dass das Video nicht "rund" läuft.
2. Übereinanderlegen
Dort ist das Problem dein "Ghosting". Man versucht durch übereinanderlegen der Bilder dieses "Unrunde" Video zu kaschieren. Bei langsamen Bewegungen fällt das nicht wirklich auf, aber bei sowas wie Gaming schon.
Das wird auch in einigen Spielen unter dem Namen TAA (Temporal Anti-Aliasing) genutzt, um Flimmernde Kanten zu entschärfen. Dadurch wird das Game etwas unscharf. Das ist aber in MC nicht aktiv.
Der Fehler tritt beim Bearbeiten auf. Zielframerate und Eingangsframerate sollten übereinstimmen. Dann hat man das Problem nicht. Es sei denn, es wurde als Post-Effekt manuell drübergelegt.